recherchiert und zusammengestellt von Rudolf Roth
Ehe wir auf die Anfänge von Nörten / Northun eingehen, nehmen wir uns die geologischen Gegebenheiten vor:
Die Anfänge: Durch Verschiebungen der Kontinente ( Europa) entstand der Leinegraben mit der " Furt" unterhalb von " Steina " --- Marienstein. Schließen wird zunächst unsere Augen und stellen wir uns das Leinetal dort in seinen Anfängen vor: Es gab keine Eisenbahnlinie - die Anhöhe bei Marienstein war noch als Hügel komplett . Durch den Bau der Eisenbahnlinie ( um etwa 1870) mußte der Mariensteiner Friedhof bis auf Talhöhe abgetragen werden. s gab keine Zuckerfabrik - das Gelände war dort im Leinetal flach und - je nach Jahreszeit ( im Sommer und Winter : ja und im Frühjahr und Herbst: nein ) für Durchque-rungen ( zu Fuß und per Pferdewagen ) gegen Zollabgabe passierbar.
Durch die Einmündungen der Bäche in die Leine : Rode ( von Osten ) und Espolde ( von Westen ) wurden der Leinefluß behindert /aufgehalten und die in der Stömung mitgegissenen Kiesssteine im Leinebetet abgelagert. Nach und nach wurde der Durchlass in der Leine höher und höher. Wenn man von der Furt aus nach Norden gehen oder ( mit Pferden / mit einer Kutschegelanagen wollte ) ging / fuhr man auf der Ostseite entlang der Leine zum etwa 1000 Meter entfernten flachen Gelände an der heutigen Stiftskirche / dem Stiftsplatz . Heute sind dort die Straßen : Im Kniepestal,Leineweg,Papengrabenweg,Hagenstraße, Mühlengasse . Die ersten Siedlungshäuser waren zunächst ungeschützt und erhielten dann einen Wall, einen Teil der Mauer bzw. - im Osten - einer Palisade aus Baumstämmen. Dort floß der Bach die Bever in einem Bogen nach Süden und bog dann nach Westen ab.. Mündete schließlich in die Leine.
Auf dem Felsen " Beverstein " - dem heutigen Hardenberg - hatte der Erzbischof von Mainz sein festes Haus - im Leinetal befinden sich heute erste Spuren einer Besiedlung. Diese gab es in der Siedlung Northun gab es dort ab etwa 400 n. Chr. Bei Ausgrabungen der damaligen Siedlung der Rössener ( ca. 4500 v. Chr ) im Raum Großenrode - fand man Siedlungssspuren - im Nörtener Wald - aus der Zeit der jüngeren Steinzeit - sind Reste von Hügelgräbern. Ab etwa 800 n. Chr. entstanden am Westhang des Leineholzes ein Burgwall mit Graben und Palisaden. Diese hatte der Erzbischof von Mainz - wegen des dortigen Durchgangs / die dortige Geländefurt - einrichten lassen. Hier konnte man von den Passanten ( Mensch / zu Fuß oder der Wagen / Kutsche ) Zollge-bühren kassieren und das Gebiet mit " Militär / Soldaten " sichern .
Das Gut " Steina" - Namensgebung durch den nordöstlich 500 Meter entfernten Felsen " Beverstein " war durch die Furt der Leine weit über das Reich der Römer bekannt und genutzt. Hier führten die wichtigen Hauptwege von Norden nach Süden - und von Westen nach Osten. ( Solling / Harz ) An dieser Furt lag der " Harster Heerweg- eine im Leineberggebiet entscheidende Trasse. Nach Osten war dies zum Beispiel die Zuwegung zum Harz - nach Goslar und den bis dahin errichteeten Burgen ( Katlenburg. Pöhlde etc. ). Dieser Überlandweg führte unterhalb des heutigen Hardenberger Waldgeländes / Burggeländes nach Osten zum heutigen Bereich Bühle ( Bühlheim) .
Das dann ausgebaute Kloster Steina / dem heutigen Marienstein wurde 995 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1005 erhielt die Siedlung den Peterstift - Häuser für / mit 12 Klerikern / Kanonikern .( Grundzüge übernahm man von der Christianisierung . Seit 78o n. Chr. gehörte dieses Gebiet zum Erzbistum Maiz. Es waren keine Kloster- die Hauseigentümer. Sie konnten das Haus verkaufen und dann wo anders wohnen. - Im Hause Stiftsplatz 1 lebte - residierte Johann Wolf. Sein Grab befindet sich heute an der Nordseite der " St. Martins-Pfarrkirche . Der Missionar der Deutschen ( Bonifatius) 673 - 754 n. Chr. - angelsächsischer Mönch - Reformator im Frankenreich und päpstlicher Legat für " Germanien " ( lebte,wohnte und wirkte hier ) und war Missions-Erzbischof. Von dieser Zeitan wurden die Namen "Maria" ( Marienstein, Kloster Steina , Mariaspring -Quelle in Bovenden, Kirchennamen in Northeim. Hardegsen . ) und Martin - Heiligen-Name der katholischen Kirche St. Martin in Nörten an vielen Stellen genutzt und verehrt. Diese Pfarrei war damals Zentrum des Dekanates Nörten. Es reichte bis ins Eichsfeld .
Ich habe für den Geschichtsverein als " Erinnerungswürdiges " in meinen Unterlagen
ein Foto vom Hildesheimer Dom gefunden . ( siehe Anhang ) .
Im Innenhof steht dort eine Kapelle mit Gräbern aus der Gründungszeit
( ca 88o n. Chr.) und mit dem 1ooo-jährigen Rosenstock . In Nörten /
Northun wurde seinerzeit nach " Bonifatius " ( Mitte 9./ 10.Jhdt.)
auch eine Kapelle etc. errichtet Das Portal hat einen Torbogen genau wie am
Eingang der kath. Kirche St. Martin in Nörten.Hdbg. Der wurde
nämlich bei dem Erneuerungsbau ( um 1896 n. Chr. ) gewählt /
geschaffen .