Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

Willkommen beim Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

Plattdeutsch im Heimathaus

Zu einem " Runden-Tisch-Termin" sind alle Freunde der plattdeutschen Sprache aus Nörten-Hardenberg und Umgebung am Donnerstag, 21. November um 19 Uhr in das " Heimathaus" in Nörten-Hardenberg, Lange Str. 38 eingeladen. Frau Hannelore Thiele-Swinke aus Angerstein ist Gast lm  Geschichts-verein bei dem ersten  Informationstermin zum Thema "Plattdeutsch". Im Verlauf des Abends soll auch über die zukünftigen Treffen gesprochen und entschieden werden.

Neu : Plattdeutsch im Angebot

Auf dem Terminkalender des Geschichtsvereins
Nörten-Hardenberg steht erstmals am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr ein plattdeutscher Themenabend mit Frau Hannoelore Thiele-Swinke aus Angerstein.  Er soll als "Runder Tisch" für Kenner und "Lernende " stattfinden. Ort ist das Heimathaus in der Langen Straße 38 im Nörtener
Altdorfbereich. Dort ist - wie gewohnt - am Sonntag , 3. November von 15 bis 17 Uhr auch das Heimathaus zur Besichtigung und näheren Erkundung geöffnet.

 

"Runder Tisch" stellt Antrag an Gemeinde
Insgesamt 30 Themenwünsche  erarbeitet

Geschichtsverein möchte gern Bindeglied zwischen Vergangenem und Zukunft sein Nörten-Hardenberg Bis auf den letzten Platz war die " gute Stube" des Heimathauses in der Langen Straße 38 im Altddorfbereich in Nörten-Hardenberg besetzt. Quer duch die Generationen, von  Männern und Frauen. Mit dem Angebot eines "Runden Tisches"  durch den Geschichtsverein Nörten-Hardenberg soll in der nächsten Zeit zu bestimmten Themenabenden in das Heimathaus in der Langen Straße 38 im Altdorf-
bereich  eingeladen werden. Dabei wird die Geschichte der Region und das Plattdeutsch im Mittelpunkt stehen.
Im Namen des Vorstandes des Geschichtsvereins Nörten-Hardenberg konnte Rudolf Roth  im Kreis der Zuhörer  Frau Hannelore Thiele-Swinke aus Angerstein und den Nörtener Hobby-Historiker, Hans-Hermann Hüter begrüßen. Bei diesem ersten Treffen ging es darum,  die Vielfalt der möglichen Themen einzugrenzen und Alteingesessenen und Neubürgern vor Ort Geschichtliches  vorzutragen zu erläutern und ggfs. Besprochenes bei örtlichen Rundgängen näher zu erkunden.

Hans Hermann Hüter wird - so sein Angebot - aus seinem reichaltigen Fundus und Wissen  Themen vorgeben , die dann im Zuhörerkeis näher beleuchtet werden. Nach seinen Worten war der Ort "Nörten" -früher Northum/Norzun-  im Jahr 787 n.Chr. der zentrale Ort des nördlichen Teils des großen Leinegaus.

 Der Herr von Northun war ein sächsischer Adliger. Er hatte sich samt seinem Gefolge bereis taufen und am Südufer der Bever eine Kirche zu Ehren des hl. Martin von Tours erreichten lassen.  In dieser Zeit - so wurde deutlich - spielten die Verkehrswege der ganzen Region eine entscheidene Rolle. Der Harster Heerweg  - bedeutender Fernverkehrsweg - führte dank der Furt durch die Leine unterhalb des heutigen Marienstein  zu der damaligen Bedeutung. Selbst in heutiger Zeit sind  durch die Nord-Süd-Autobahn A 7 die Nord-Süd  und Ost-West-Bundesstraßen ( B 3 und B 446 / B 241) beste Verkehrsanbindungen möglich. Zusätzlich führt der Leine/Heide-Rad-Weg Touristen  in den Ort zwischen Northeim und Göttingen.  Bei dieser Feststellung wurde der  Antrag an die Nörtener Germeindeverwaltung formuliert, durch die bisher gänzlich fehlende  Beschilderung auf den historischen Ortskern, den Stiftsplatz und die St. Martini - Kirche hinzuweisen. Damit könnte dem derzeit  wachsenden Tourismus Rechnung getragen werden.

Bei der Erörterung der möglichen Themenabende kam man auf insgesamt 30 Vorschläge. Hier soll eine Umfrage bei den Interessierten gestartet werden.
Frau Hannlore Thiele-Swinke  umriss in kuzen Zügen, wie in der nächsten Zeit ihre plattdeutschen Themen-Abende gestaltet werden . " Platt ist in " ! Zu diesem  Angebot wird am Donnerstag , 19. November um 19 Uhr erstmals in das  Heimathaus als "Runder Tisch" eingeladen. Dazu sind "Jung und Alt" -Kenner und Lernende - , Nörtener und Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Region eingeladen.

T E R M I N E  2 0 1 9

 

03.11.2019      Heimathaus geöffnet      15.00 -   17.00 Uhr

 

Dezember 2019   Weihnachtscaféstube       11.00  -  18.00 Uhr
Sonntag im Heimathaus

zum Weihnachtsmarkt in Nörten

 

 

Nach Anmeldung von interessierten Gruppen findet jeweils am offenen Tag des Heimathauses um 15.00 Uhr eine Fachwerklehrpfadführung statt. Wir bitten um eine Voranmeldung unter der Telefonnummer: 05503-1022 (Anrufbeantworter)

 

Viele Informationen über die Nörten-

Hardenberger Gesangvereine hat Herr Roth unter "Rudolf Roth berichtet" zusammengestellt.

Bericht von  der Jahreshauptversammlung

Mit den historischen Lyren voran ....
Liedertafel "Concordia" übergibt Vereinsinsignien


In Verbindung mit der diesjährigen Mitglieder-
versammlung des Geschichtsvereins übergaben kürzlich Repräsentanten der Liedertafel "Concordia" neben dem Archivmaterial auch ihre Vereins-insignien - Lyren , die bei Liedvorträgen den Abteilungen neben der historischen Vereinsfahne vorangetragen wurden. Die Lyra galt im antiken Griechenland als Erfindung des Hermes, der sie seinem Götter-
bruder Apollon übergab.  Dieses Symbol wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. geschaffen. Im Hellenismus war sie ein Symbol der Dichter und Denker, woraus sich der Begriff " lyrik" ableitet.

Neben den  Lyren  übgaben die Sangesbrüder der im Jahre 1857 in Nörten gegründeten Vereinigung auch vielseitiges Archivmaterial.

Nach der  Vereinschronik wurde am 27. Februar 1857 im damaligen Gast-
haus "Hardenberger Krug" ( am nördlichen Ortsausgang von Nörten )
diese Sängervereinigung ins Leben gerufen. Inhaber war der Gastwirt Schmid. Für den Männergesangverein sollten Mitglieder aus Nörten und Umgebung gefunden werden.  Namentlich sind als Gründer überliefert: Der Cand.d.Theologie Großkurth ( Leiter einer Privatschule) , der Kaufmann Kiel, der Bahnhofsvorsteher Inkes und Wilhelm Kellner. Schulleiter Groß-
kurth übernahm die Aufgaben des Chorleiters und Dirigenten. Da sich der Verein aus Männern aller Schichten und Konfessionen bildete, wurde als Vereinsname "Concordia" gewählt.

Unser Foto zeigt - in der Mitte - Gerhard Jungheim, Vorsitzender des Geschichtsvereins und die Repräsentanten der "Concordia, links, Ernst Kasten - rechts, Wolfgang Nieland.  Foto: Roth/n.h.

 

 

(Geschichts-)Heimathaus geöffnet
Nörten-Hardenberg Jeweils am 1. Sonntag des Monats ist das Heimathaus des Geschichtsvereins Nörten-Hardenbverg ( Lange Straße 38) für alle Interessierten von 15 bis 17 Uhr geöffnet.  

Meteoriten 1580 über Nörten ?

Nörten-Hardenberg  " Denselbigen Tag ( 27.Mai 1580)  ungefehr umb 2.uhr ( 14 Uhr ) nach Mittage / ist ein erschröcklich Wetter im Flecken Nörten / zwischen Göttingen und Northeim gelegen / gewesen / darauß drey grosse Wetter worden / hat grosse Steine / als die Feuste und Hünereyer geworffen / an Häusern / Früchten deß Feldes / Vich und sonsten grossen mercklischen Schaden gethan / hat in etlichen umbligende Dörffern die Ofen in Stuben und Fenster zerschlagen /Deßgleichen auch auff dem Schlos Hardenberg / und sind auff denselbigen Steinen ( welcher die Leute viele auffgehoben / und noch heutiges Tages zeigen können ( Menschen Angesichte gewesen /  mit dicken Krollen umb den Hals / etliche wie Türcken Köpffe mit Türckischen Bünden odeer Hüten gesehen. Dieser Steinhagel hat die Winterfrüchte vor Walbrichshausen und Lutkenroda ganz und gar verderbet / daß die Leute dieselbige alle umbpflügen müsssen: Dem Viche / Kühen / Schaffen / Gensen / hat es das Eyngeweide auß dem Leibe geschlagen : und sind solche Steine /wunders halben an andere frömbde Örter geholet und verschickt worden / in massen der Druck davon außgangen / unnd durch Er Joachim Kettler Pfarherrn zu Wenedey Göttingen erkleret und außweiset.
In einer  Chronik  von 1580 - finden sich diese detaillierten Folgen des Meteoriteneinschlags im Raum Nörten.
Niedergeschrieben hat dieses Naturereignis der damalige Pfarrer Joachim Kettler im nahegelegenen Weende.


Auf Vermittlung von Rudolf Auth, Treysa bei Fulda , Autor  der  36 seitigen Broschüre " Der Nörtener Steinhagel von 1580 , ein kosmisches Inferno " konnte der Geschichtsverein Nörten-Hardenberg den Geowissenschftler Dr. Alexander Gehler von der Universität Göttingen für  einem Vortrag über Meteoritenfälle  in Niedersachsen, unter Berücksichtigung der  damaligen Ereignisse  im Raum Nörten, gewinnen.


Das Vorstandsmitglied  des Geschichtsvereins ,Bilian Proffen, konnte zu Beginn des Abends im historischen Ratskeller in Nörten-Hardenberg Mitglieder und Gäste des Vereins  begrüßen. In  einem kurzen Überblick  ging der Geowissenschaftler auf die Ursachen des plötzlichen Eindringens von  kosmischen Stücken in die Erdkugel ein.  Meteoriten sind  kosmische Kleinkörper (Bruchstücke ) aus dem Asteroidengürtel, ( Kometen, Sternschnuppen) die auf ihrem Weg durch den Weltraum in die Anziehungskraft  der Erde geraten. Dabei können auch  Teile vom Mars dabei sein. Sie bestehen aus  Eis , metallischem Eisen oder sind steinhaltig. Bis vor etwa 200 Jahren waren Meteoriden - Meteoriten werden  diese erst nach Einschlag auf die Erde - u.a."Botschaften" der Götter. Fundorte wurden Heiligtümer. Erst ab dem 19. Jahrhundert sind  Meteoriten weltweit Forschungsobjekte.
Diese Bruchstücke aus dem Weltraum  können einen Durchmesser von 10 km ( wie vor 65 Mill. Jahren in Mexiko) haben. Mit  1 km Durchmesser verursachte vor 15 Mill. Jahren im Raum Stuttgart ( Nördlinger Ries)  ein Meteorit auf der Erde einen Einschlag in die Erdkruste von 30 km Durchmesser. Dabei wurde dort auch  die Tier- und Pflanzenwelt zerstörerisch getroffen. Auf diese Weise  sind seinerzeit auch die Dinosaurier  ausgestorben.  Wie Dr. Gehler erläuterte sind heute  aus Niedersachsen über  10 Meteoriteneinschläge  genau bekannt,  dabei  wurden aber 6 nur direkt beobachtet . So z.B.  im Emsland - (1940 - 15 kg Gewicht) über  Oldenburg ( 1944 - 17,5 kg)  und Hannover (41 kg) bis in unsere Gegend. Nicht immer konnten Teile gefunden werden. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 23. April 2013 im Raum Braunschweig.  Teile von Meteoriten zu finden ist selten. Unmöglich, wenn Sie aus Eis oder Steinstücken bestanden. Nach 100  bis 200 Jahren im Erdboden sind diese Stcke schließlich zerfallen.
Im Jahr 1580  (am 27. Mai um ca. 14 Uhr ) ging vom Eichfeld her im Nörtener Raum ein  "Steinhagel" nieder, der wie in der Chronik von Pfarrer Kettler  beschrieben , das Leben  und  die Umwelt der Menschen und Tiere, deren  Häuser, Äcker und Stallungen zerstörte. Ähnliches hat  sich  am 16. Februar 2013 in  Russland  (Tscheljabinsk)  zugetragen.
Hans-Hermann Hüter  berichtete in der Versammlung von Bemühungen in seiner Schulzeit ( vor ca 70 Jahren) mit Lehrer Osseforth  Meteoritenstücke zu finden. Auch der verstorbene Heimatforscher  Hermann Duensing war vor Jahrzehnten um Fundstücke bemüht und schrieb darüber Berichte. Die Broschüre von Rudolf Auth ist beim Geschichtsverein jeweils am 1. Sonntag des Monats im Heimathaus von 15 bis17 Uhr käuflich zu erwerben. Weiter  ist am Sonntag, 21. Mai , in der Zeit von 10 bis 17 Uhr  das Geowissenschaftliche  Institut  in Göttingen, Goldschmidtstr. 1-5,  im Rahmen  eines Museumstages für Interessenten bei freiem Eintritt geöffnet. Dort werden auch Erläuterungen gegeben.

 

(Rudolf Roth)

Steinhagel 1580 wird angezeigt.

Hier ein Video vom Schüttenhoff 1974. Vielen Dank dafür  an Rudolf Roth und Bernd Dietrich:

Der Nörtener Steinhagel von 1580 von Rudolf Auth
Den ausführlichen Bericht von Herrn Auth können Sie hier downloaden und lesen.
Vielen Dank dafür an Herrn Auth.
Der Nörtener Steinhagel von 1580..docx
.docx Datei [53.7 KB]

Der Umbau unseres Heimathauses ist weitestgehend abgeschlossen. Wir freuen uns, ab Sonntag, den 1. März 2015 unser Haus jeweils am 1. Sonntag im Monat in der Zeit von 15.00 bis 17.00 zu öffnen.

 

 

Neu sind jetzt historische Zeitungsartikel über und aus Nörten-Hardenberg. Wählen Sie dazu "historische Zeitungsartikel" aus der Menüauswahl auf der linken Seite.

Kostbarkeiten aus dem Heimathaus:

An dieser Stelle stellen wir regelmäßig "Kostbarkeiten" aus unserem Heimathaus vor. Besuchen Sie uns doch einmal, um diese Exponate im Original anzuschauen.

Karte des Nörtener Waldes von 1902
Heimatfreunde aus Südnierdesachsen besuchen Nörten-Hardenberg
Einen ausführlichen Bericht über den Besuch der "Südniedersächsischen Heimatforscher" mit einigen Bilden können Sie lesen, wenn Sie das Word-Symbol anklicken.
Heimatforscher 2014_06_27.doc
Microsoft Word-Dokument [10.0 MB]

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