Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

Willkommen beim Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

(Geschichts-)Heimathaus geöffnet
Nörten-Hardenberg Jeweils am 1. Sonntag desMonats ist das Heimathaus des Geschichtsvereins Nörten-Hardenbverg ( Lange Straße 38)
für alle Interessierten von 15 bis 17 Uhr geöffnet.  Das ist am 2. Juli wieder der Fall. Auch die Fachwerklehrpfadführung im Altdorfbereich
beginnt um 15 Uhr. Aus organisatorischen Gründen wird jedoch nur dafür um eine vorherige Anmeldung  unter 05503 / 1022 gebeten.

Meteoriten 1580 über Nörten ?

Nörten-Hardenberg  " Denselbigen Tag ( 27.Mai 1580)  ungefehr umb 2.uhr ( 14 Uhr ) nach Mittage / ist ein erschröcklich Wetter im Flecken Nörten / zwischen Göttingen und Northeim gelegen / gewesen / darauß drey grosse Wetter worden / hat grosse Steine / als die Feuste und Hünereyer geworffen / an Häusern / Früchten deß Feldes / Vich und sonsten grossen mercklischen Schaden gethan / hat in etlichen umbligende Dörffern die Ofen in Stuben und Fenster zerschlagen /Deßgleichen auch auff dem Schlos Hardenberg / und sind auff denselbigen Steinen ( welcher die Leute viele auffgehoben / und noch heutiges Tages zeigen können ( Menschen Angesichte gewesen /  mit dicken Krollen umb den Hals / etliche wie Türcken Köpffe mit Türckischen Bünden odeer Hüten gesehen. Dieser Steinhagel hat die Winterfrüchte vor Walbrichshausen und Lutkenroda ganz und gar verderbet / daß die Leute dieselbige alle umbpflügen müsssen: Dem Viche / Kühen / Schaffen / Gensen / hat es das Eyngeweide auß dem Leibe geschlagen : und sind solche Steine /wunders halben an andere frömbde Örter geholet und verschickt worden / in massen der Druck davon außgangen / unnd durch Er Joachim Kettler Pfarherrn zu Wenedey Göttingen erkleret und außweiset.
In einer  Chronik  von 1580 - finden sich diese detaillierten Folgen des Meteoriteneinschlags im Raum Nörten.
Niedergeschrieben hat dieses Naturereignis der damalige Pfarrer Joachim Kettler im nahegelegenen Weende.


Auf Vermittlung von Rudolf Auth, Treysa bei Fulda , Autor  der  36 seitigen Broschüre " Der Nörtener Steinhagel von 1580 , ein kosmisches Inferno " konnte der Geschichtsverein Nörten-Hardenberg den Geowissenschftler Dr. Alexander Gehler von der Universität Göttingen für  einem Vortrag über Meteoritenfälle  in Niedersachsen, unter Berücksichtigung der  damaligen Ereignisse  im Raum Nörten, gewinnen.


Das Vorstandsmitglied  des Geschichtsvereins ,Bilian Proffen, konnte zu Beginn des Abends im historischen Ratskeller in Nörten-Hardenberg Mitglieder und Gäste des Vereins  begrüßen. In  einem kurzen Überblick  ging der Geowissenschaftler auf die Ursachen des plötzlichen Eindringens von  kosmischen Stücken in die Erdkugel ein.  Meteoriten sind  kosmische Kleinkörper (Bruchstücke ) aus dem Asteroidengürtel, ( Kometen, Sternschnuppen) die auf ihrem Weg durch den Weltraum in die Anziehungskraft  der Erde geraten. Dabei können auch  Teile vom Mars dabei sein. Sie bestehen aus  Eis , metallischem Eisen oder sind steinhaltig. Bis vor etwa 200 Jahren waren Meteoriden - Meteoriten werden  diese erst nach Einschlag auf die Erde - u.a."Botschaften" der Götter. Fundorte wurden Heiligtümer. Erst ab dem 19. Jahrhundert sind  Meteoriten weltweit Forschungsobjekte.
Diese Bruchstücke aus dem Weltraum  können einen Durchmesser von 10 km ( wie vor 65 Mill. Jahren in Mexiko) haben. Mit  1 km Durchmesser verursachte vor 15 Mill. Jahren im Raum Stuttgart ( Nördlinger Ries)  ein Meteorit auf der Erde einen Einschlag in die Erdkruste von 30 km Durchmesser. Dabei wurde dort auch  die Tier- und Pflanzenwelt zerstörerisch getroffen. Auf diese Weise  sind seinerzeit auch die Dinosaurier  ausgestorben.  Wie Dr. Gehler erläuterte sind heute  aus Niedersachsen über  10 Meteoriteneinschläge  genau bekannt,  dabei  wurden aber 6 nur direkt beobachtet . So z.B.  im Emsland - (1940 - 15 kg Gewicht) über  Oldenburg ( 1944 - 17,5 kg)  und Hannover (41 kg) bis in unsere Gegend. Nicht immer konnten Teile gefunden werden. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 23. April 2013 im Raum Braunschweig.  Teile von Meteoriten zu finden ist selten. Unmöglich, wenn Sie aus Eis oder Steinstücken bestanden. Nach 100  bis 200 Jahren im Erdboden sind diese Stcke schließlich zerfallen.
Im Jahr 1580  (am 27. Mai um ca. 14 Uhr ) ging vom Eichfeld her im Nörtener Raum ein  "Steinhagel" nieder, der wie in der Chronik von Pfarrer Kettler  beschrieben , das Leben  und  die Umwelt der Menschen und Tiere, deren  Häuser, Äcker und Stallungen zerstörte. Ähnliches hat  sich  am 16. Februar 2013 in  Russland  (Tscheljabinsk)  zugetragen.
Hans-Hermann Hüter  berichtete in der Versammlung von Bemühungen in seiner Schulzeit ( vor ca 70 Jahren) mit Lehrer Osseforth  Meteoritenstücke zu finden. Auch der verstorbene Heimatforscher  Hermann Duensing war vor Jahrzehnten um Fundstücke bemüht und schrieb darüber Berichte. Die Broschüre von Rudolf Auth ist beim Geschichtsverein jeweils am 1. Sonntag des Monats im Heimathaus von 15 bis17 Uhr käuflich zu erwerben. Weiter  ist am Sonntag, 21. Mai , in der Zeit von 10 bis 17 Uhr  das Geowissenschaftliche  Institut  in Göttingen, Goldschmidtstr. 1-5,  im Rahmen  eines Museumstages für Interessenten bei freiem Eintritt geöffnet. Dort werden auch Erläuterungen gegeben.

 

(Rudolf Roth)

Steinhagel 1580 wird angezeigt.

Veranstaltungen des Geschichtsvereines:

 

Vorschau auf Mai :
Sonntag, 7. Mai
Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
15 bis 17 Uhr Heimathaus, Lange Str.38 geöffnet
15 Uhr: Fachwerklehrpfadführung

Hier ein Video vom Schüttenhoff 1974. Vielen Dank dafür  an Rudolf Roth und Bernd Dietrich:

Der Nörtener Steinhagel von 1580 von Rudolf Auth
Den ausführlichen Bericht von Herrn Auth können Sie hier downloaden und lesen.
Vielen Dank dafür an Herrn Auth.
Der Nörtener Steinhagel von 1580..docx
.docx Datei [53.7 KB]

Der Umbau unseres Heimathauses ist weitestgehend abgeschlossen. Wir freuen uns, ab Sonntag, den 1. März 2015 unser Haus jeweils am 1. Sonntag im Monat in der Zeit von 15.00 bis 17.00 zu öffnen.

 

 

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Kostbarkeiten aus dem Heimathaus:

An dieser Stelle stellen wir regelmäßig "Kostbarkeiten" aus unserem Heimathaus vor. Besuchen Sie uns doch einmal, um diese Exponate im Original anzuschauen.

Karte des Nörtener Waldes von 1902
Heimatfreunde aus Südnierdesachsen besuchen Nörten-Hardenberg
Einen ausführlichen Bericht über den Besuch der "Südniedersächsischen Heimatforscher" mit einigen Bilden können Sie lesen, wenn Sie das Word-Symbol anklicken.
Heimatforscher 2014_06_27.doc
Microsoft Word-Dokument [10.0 MB]

Hier finden Sie uns:

Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
Lange Str. 38
37176 Nörten-Hardenberg
 

E-Mail: parensen@outlook.de

 

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