Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

Willkommen beim Geschichtsverein Nörten-Hardenberg

Vorstand beriet über aktuelle Lage

Unter Einhaltung der augenblicklichen Kontaktbeschränkungen traf sich der Vorstand des Geschichtsvereins Nörten-Hardenberg im Heimathaus zur Analyse der Pandemie - Situation.  Dankbar  und erfreut war man unter anderem über den Erfolg des Anfang März gefeierten 25-jährigen  Vereinsbestehens. Da derzeit jeglicher Besucherkontakt im Heimathaus, Lange Str. 38, untersagt ist, plant man schon für die Zeit  nach der erfolgten offiziellen Freigabe.  In der " Klönstube" wird in Zukunft zunächst keine größere Zahl der Besucher  möglich sein. Für geplante Treffen , Vorträge  etc. soll bei Bedarf dann in den gegenüber liegenden Ratskeller ausgewichen werden. Nähere Informationen  sind auf der  homepage unter geschichtsverein-noerten-hardenberg.de    zu finden.

Das Heimathaus bleibt bis auf weiteres für jeglichen Besuch geschlossen!
Falls sich wegen der Conora-Pandemie  neue Informationen und Regelungen ergeben, werden wir diese hier im Internet veröffentlichen. Bleiben Sie gesund !!

25 Jahre Geschichtsverein -Bindeglied zwischen Generationen

In 25 Jahren wurde viel Historisches für die Zukunft geschaffen

Nörten-Hardenberg - Genau 25 Jahre nach seiner Gründung im Jahre 1995 wurde dem Verein für Geschichte und Denkmalpflege in Nörten-Hardenberg von vielen Seiten im Verlauf seines Gründungsjubiläums Lob und Dank gezollt. Führende Repräsentanten - auch aus der Politik und Verwaltung - waren neben Mitgliedern in den großen Saal des Ratskellers am historischen Marktplatz gekommen, um zurückzuschauen und die nächsten Vereinsjahre vorzubereiten. Insgesamt 40 geladene Gäste konnten dem offiziellen Festakt beiwohnen.

Frisch ins Führungsamt gewählt, konnte der gebürtige Nörtener Andreas Tennstedt gleich nach 21. Tagen als 1. Vorsitzender das 25. Bestehen seines Traditionsvereins feiern. Dankbar zeigten sich die Heimatfreunde, dass von höchster Stelle die Bemühungen gewürdigt wurden, als Bindeglied zwischen der Vergangenheit und der Zukunft zu wirken. Dabei werde angestrebt, Alteingesessenen und Neubürgern das vielseitige Geschehen im südniedersächsischen Raum zu erklären und dieses dabei auch (altersgerecht) lebendig werden zu lassen. Für die Northeimer Landrätin Klinkert-Kittel überbrachte deren Stellvertreterin Borchers (Nörtenerin) die Glückwünsche und den Dank für die in den zurückliegenden Jahren geleistete (zum Teil aufopferungsfreudige und " hartnäckige" )  Vereinsarbeit. Ohne diese wäre manches kaum möglich gewesen.  Auch die Nörtener Bürgermeisterin Glombitza würdigte das Engagement, Nörtener Geschichte lebendig werden zu lassen und für die nachfolgenden Generation zu erhalten. Neben dem Dank und dem Lob an den Verein für die Entfaltung des Heimatgefühls und die Weitergabe an die Jugend   ging die Nörtener Ortsbürgermeisterin Opolka auch auf ihren eigenen Familiennamen ein. Im Hause Markt 1 lebte vor Jahren die weit über die Grenzen des Ortes bekannte Hebamme Opolka. Für viele Teilnehmerinnen war diese einst die Hilfe bei ihrer eigenen Geburt, konnten sie sich gern erinnern. Die Vorsitzende der Realgemeinde Nörten, Karin Müller, überbrachte mit ihren Glückwünschen auch Lob für die vor 25 Jahren getroffene mutige Entscheidung zur Gründung des Vereins. Am 2. Oktober 2006 übergab dann die Realgemeinde aus ihrem eigenen Bestand   - bis auf weiteres -  " zu treuen Händen" dem Geschichtsverein für den " symbolischen Mietpreis von 1 € pro Jahr" das jetzt genutzte  Heimathaus in der Langen Str. 38.  Dank dieses Angebots sind jetzt neben historischen Ausstellungen  auch  Vorträge und "Klön Abende" möglich. Der 1. Vorsitzende Andreas Tennstedt und sein über 25 Jahre überaus aktiver Vorgänger Gerhard Jungheim berichteten über die erfolgten umfangreichen Um- und Ausbau-Arbeiten bis zum jetzigen " Museums- Gebäude". Das Architekturbüro Mocha war dabei eine hilfsbereite Stütze. Neben den privaten Spendern im Verein und im Kreis der Mitbürgerinnen und Mitbürger - auch - in der Region waren die Kreissparkasse und die Volksbank finanziell hilfsbereit.  Im Gebäude sind in der Zukunft noch weiter nötige Veränderungen und Verbesserungen geplant. Der Verein ehrte mit Dank und Applaus seine Gründer.  Vor 25 Jahren waren es 15 Bürgerinnen und Bürger, die den Verein für Geschichte und Denkmalpflege aus der Taufe hoben.  Führend war damals Rudolf Wenig dabei.  5 von ihnen sind inzwischen (wie er) verstorben.  Zwei Gründungsmitgliedern konnte im Festsaal persönlich die Dankesurkunde vom 1. Vorsitzenden Tennstedt und dem 1. Stellvertreter Bilian Proffen ausgehändigt werden.  Den übrigen wird diese nachgereicht. 

Im abschließenden "Festakt" stellte Bilian Proffen eine Neuigkeit vor, die mithilfe von Spenden kürzlich möglich geworden ist. Der   jüngste Erwerb ist eine künstlerische Büste vom Freiherrn Georg-Friedrich von Hardenberg (1772 - 1801) "de Novali" genannt auch Novalis. Er war ein bedeutender Dichter der Frühromantik und wissenschaftlich vielseitig begabt und interessiert, auch musikalisch (6 Hymnen) sehr schaffensfreudig und erfolgreich in der Poesie (Märchen, Roman) , Philosophie und Naturwissenschaft. Der Bildhauer Fritz Schaper (1841 -1919) war erfolgreicher "Medailleur" des ausgehenden 19. Jahrhundert und ein Vertreter des Berliner Bildhauerschule. Im Jahr 1870 /71 schuf er in Berlin auch eine Büste, von der ein Abguss geschaffen worden ist. Dieser wird in Zukunft im Heimathaus ausgestellt.

Nach dem Jubiläumsprogramm war im gegenüber liegenden Heimathaus für Interessierte eine Ausstellung mit Erinnerungen an die Zeit von 1995 geöffnet. Dort waren Zeitungen, Fotos etc. zu sehen.

Nörtener -Geschichtsverein blickte zurück

  Leben  jüdischen Mitbürger wurde erklärt

Nörten-Hardenberg  Zu einem "RundenTisch" Abend hatte der Verein für Geschichte und Denkmalpflege in das Heimathaus in Nörten-Hardenberg eingeladen. Hans-Hermann Hüter  stellte in einem sehr informativen Vortrag  seine Unterlagen über das  zurückliegende Leben der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Nörten-Hardenberg vor.  Im Kreis der 10 Zuhörer  waren auch Zeitzeugen, die durch eigene Lebenserinnerungen das damaligen Leben näher beschrieben.  Wie vom Referenten zu hören war, sind jüdische Bewohner im Raum zwischen Göttingen und Northeim  seit Anfang des 18. Jahrhunderts nachweisbar. Im damaligen Flecken Nörten seit  etwa 1715.  Mitte des 18. Jahrhundert lebten diese Famlien in ärmlichen  Verhältnissen. Weil sie keinen  Handwerksberuf ergreifen durften, waren sie  vor allem im Handel tätig.Die Handwerksordnungen der  Gilden /  Innungen  lehnten sie  als Kollegen aus Glaubengründen  ab.  Für eine eigene jüdische Gemeinde waren mindestens 10  Männer /  Familien erforderlich. Dann hatten sie einen eigenen Gemeindevorsteher. Regelmäßig kam aus Hannover der Oberrabbiner nach Nörten, um nachzusehen, ob alles " " koscher" war und den jüdischen Gesetzen in der Synagoge und der Gemeinde entsprach. Seit etwa 1785 hatten die Nörtener Juden  für ihre Gottesdienste einen   kleinen  Bet- und Schulraum, in dem die Jungen von ihren Vätern  im Glauben und den Gebräuchen unterrichtet wurden.  Ab dem Alter von 13 Jahr waren sie dann für die Gemeinde  im Glauben volljährig,   in die Gemeinde aufgenommen  und durften aus der Thora vorlesen. Der Raum der Synagoge  lag im Obergeschoss des damaligen Brauhauses  und war dort von den Juden angemietet worden. Ab 1827 zog man in einen neuen Raum um. Als dieses  Gebäude um 1870 veräußert wurde, kam die Gemeinde in den Besitz eines kleinen Grundstücks. Auf diesem bauten sie ein  eigenes Synagogenhaus . Es lag in der Nähe des heutigen Ehrenmals. Um 1750 lebten mehrere  jüdische  Familien in Nörten. Im jahr 1848  waren es 80. Diese Zahl sank über etwa 1870 auf 30, danach auf 6 im Jahre 1926.  Zu Beginn des Jahres 1920 löste sich  schießlich die kleine Nörtener jüdische Gemeinde auf und  schloss sich der Gemeinde in Northeim an.  

Die jüdischen Mitbürger zahlten an die Nörtener Gemeindekasse ihre normalen Steuern und an den Grundherrn/ Schutzpatron  Graf Hardenberg)  ihre Schutzsteuer. Durch die Stein-Hardenbergschen  Reformen ( 1807 bis 1812 -  preussische Staatsmänner Freiherr Karl vom und zum Stein und Karl-August Fürst von Hardenberg )  erhielten Juden volle Bürgerrechte  und  wurden in die örtliche Gemeinde  integriert.  Auch aus Nörten stammende  Juden nahmen am 1. Weltkrieg teil.  Zwei  wurden dabei getötet. Wie zu hören war, gab es unweit des heutigen Ehrenmals um 1880   das  Textiliengeschäft des  jüdischen " Vorstehers " Achtermann".   Mehrere Teilnehmer  an dem Runden- Tisch- Abend  konnten sich noch an  den Geschäftsmann  erinnern und berichteten vom  dem damaligen Alltag. Man hatte ein gutes Verhältnis wurde betont. Aus dem Jahr 1745 gibt es  einen geschichtlichen  Hinweis auf den Nörtener  jüdischen Friedhof , den "Kirchhoff". Dieser liegt seitdem  nördlich des Ortes Nörten , westlich des Waldgeländes des Grafen Hardenberg am Burgberg.   Heute sind  auf dem Friehof  noch Reste von etwa 40 Gräbern  zu sehen.

Im Verlauf des nächsten "Runden-Tisch"- Abends , der  bis auf Weiteres   verschoben ist,  wird  Hans -Hermann Hüter unter anderem über den  bekannten jüdischen Kaufmann Theodor Benfey berichten, der am 28. Januar 1809 in Nörten geboren wurde.  In Nörten-Hardenbereg erinnert eine Straße im östlichen Bereich der Kerngemeinde  an ihn.


Rudolf Roth, Geschichtsverein

Geschichtsverein Nörten wechselt Vorsitzenden

Zuspruch weiter verstärkt - Rückblick auf 25jähriges aktives Vereinsleben

Im Verlauf seiner 25. Mitgliederversammlung wechselte im Verein für Geschichte und Denkmalspflege die Vereinsspitze. Vom 1. Vorsitzenden Gerhard Jungheim, der vor 25 Jahren den Tradi-tionsverein aufgebaut und seitdem ununterbrochen geführt hat, übernahm der gebürtige Andreas Tennstedt nach seiner  Neuwahl im Verlauf der Jüngsten Mitgliederversammlung das Führungsamt. Mit Dank und anhaltendem Applaus wurde G. Jungheim  von der Versammlung die Ehrenmitgliedschaft ( Foto im Anhang) verliehen.

In seinem Jahresrückblick dankte Gerhard Jungheim im Ratskeller  am historischen Marktplatz  allen  in-zwischen 107 Mitgliedern für die im zurückliegenden Jahr gezeigte aktive Mithilfe bei der Gestaltung des Vereinslebens. Erfreulich ist die Resonanz auch  bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Ort und in der näheren und weiteren Umgebung.  Die Zahl der " Klicks" in die Homepage unter  geschichtsverein-noerten-hardenberg.de  ist mit 130.000  wieder sehr hoch gewesen.  Starker Nachfrage erfreuten sich die Öffnungs-zeiten des Heimathauses in der Langen Straße 38  jeweils am 1. Sonntag des Monats. Der Weihnachtsmarkt und die  Kinderrallye  fanden regen Zuspruch. Neu im Programm sind jetzt zwei " Runde-Tisch-Abende" donnerstags ( 2. und 3.) im Heimathaus ( Geschichte und Plattdeutsch).

Der Schatzmeister Jürgen Werner berichtete von einem Haushalt, der " auf Kante genäht" ist. Deshalb schlug er vor, nach inzwischen  10 Jahren eine  Beitragserhöhung von 20 auf 25 Euro im Jahr vorzunehmen. Auch diesen Vorschlag befürworteten die Kassenprüfer Lothar Kannengießer und Eckhard Scholz in ihrem Bericht Dem Schatzmeister und dem gesamten Vorstand wurde mit Dank Entlastung erteilt. Der Antrag auf Anhebung des Beitrags wurde einstimmig angenommen. Für den Vorstand  ergaben sich nach 2 Jahren satzungsgemäß zum Teil Veränderungen. Nach seinem Rücktritt vom Amt des 1. Vorsitzenden rückte für Gerhard Jungheim der gebürtige Andreas Tennstedt nach. Der  1. Stellvertreter bleibt Bilian Proffen,  Neuer 2. ist jetzt Axel Borbely. Schriftführer Rudolf Roth und Jürgen Werner als Schatzmeister komplettieren  wie bisher den Vorstand. Mit Dank  verabschiedete die Versammlung den Kassenprüfer Lothar Kannengießer. Für ihn rückt Leopold Bäcker nach. Eckhard Scholz bleibt im Amt.

Interessierten - auch  Schulen und Schülern - bietet  der Geschichtsverein seine über 14 000 Exponate und Dokumente umfassende Homepage zur kostenlosen Auswertung und zum Studium an. Wer für das Fotoarchiv des Vereins leihweise alte Fotos zur Verfügung stellen kann, wird um Meldung gebeten. Diese werden dann in die Homepage eingescannt.  Die Versammlung erneuerte den Antrag des Geschichtsvereins an die Verant-wortlichen in Rat und Fleckenverwaltung,  mit neuen Hinweisschildern in Höhe der Einmündung  zum Ortskern am historischen Stiftsplatz und zur St. Martin Kirche  Touristen beim Ortsbesuch  eine kundige Hilfe  anzubieten.

"Runder Tisch" stellt Antrag an Gemeinde
Insgesamt 30 Themenwünsche  erarbeitet

Geschichtsverein möchte gern Bindeglied zwischen Vergangenem und Zukunft sein Nörten-Hardenberg Bis auf den letzten Platz war die " gute Stube" des Heimathauses in der Langen Straße 38 im Altddorfbereich in Nörten-Hardenberg besetzt. Quer duch die Generationen, von  Männern und Frauen. Mit dem Angebot eines "Runden Tisches"  durch den Geschichtsverein Nörten-Hardenberg soll in der nächsten Zeit zu bestimmten Themenabenden in das Heimathaus in der Langen Straße 38 im Altdorf-
bereich  eingeladen werden. Dabei wird die Geschichte der Region und das Plattdeutsch im Mittelpunkt stehen.
Im Namen des Vorstandes des Geschichtsvereins Nörten-Hardenberg konnte Rudolf Roth  im Kreis der Zuhörer  Frau Hannelore Thiele-Swinke aus Angerstein und den Nörtener Hobby-Historiker, Hans-Hermann Hüter begrüßen. Bei diesem ersten Treffen ging es darum,  die Vielfalt der möglichen Themen einzugrenzen und Alteingesessenen und Neubürgern vor Ort Geschichtliches  vorzutragen zu erläutern und ggfs. Besprochenes bei örtlichen Rundgängen näher zu erkunden.

Hans Hermann Hüter wird - so sein Angebot - aus seinem reichaltigen Fundus und Wissen  Themen vorgeben , die dann im Zuhörerkeis näher beleuchtet werden. Nach seinen Worten war der Ort "Nörten" -früher Northum/Norzun-  im Jahr 787 n.Chr. der zentrale Ort des nördlichen Teils des großen Leinegaus.

 Der Herr von Northun war ein sächsischer Adliger. Er hatte sich samt seinem Gefolge bereis taufen und am Südufer der Bever eine Kirche zu Ehren des hl. Martin von Tours erreichten lassen.  In dieser Zeit - so wurde deutlich - spielten die Verkehrswege der ganzen Region eine entscheidene Rolle. Der Harster Heerweg  - bedeutender Fernverkehrsweg - führte dank der Furt durch die Leine unterhalb des heutigen Marienstein  zu der damaligen Bedeutung. Selbst in heutiger Zeit sind  durch die Nord-Süd-Autobahn A 7 die Nord-Süd  und Ost-West-Bundesstraßen ( B 3 und B 446 / B 241) beste Verkehrsanbindungen möglich. Zusätzlich führt der Leine/Heide-Rad-Weg Touristen  in den Ort zwischen Northeim und Göttingen.  Bei dieser Feststellung wurde der  Antrag an die Nörtener Germeindeverwaltung formuliert, durch die bisher gänzlich fehlende  Beschilderung auf den historischen Ortskern, den Stiftsplatz und die St. Martini - Kirche hinzuweisen. Damit könnte dem derzeit  wachsenden Tourismus Rechnung getragen werden.

Bei der Erörterung der möglichen Themenabende kam man auf insgesamt 30 Vorschläge. Hier soll eine Umfrage bei den Interessierten gestartet werden.
Frau Hannlore Thiele-Swinke  umriss in kuzen Zügen, wie in der nächsten Zeit ihre plattdeutschen Themen-Abende gestaltet werden . " Platt ist in " ! Zu diesem  Angebot wird am Donnerstag , 19. November um 19 Uhr erstmals in das  Heimathaus als "Runder Tisch" eingeladen. Dazu sind "Jung und Alt" -Kenner und Lernende - , Nörtener und Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Region eingeladen.

Viele Informationen über die Nörten-

Hardenberger Gesangvereine hat Herr Roth unter "Rudolf Roth berichtet" zusammengestellt.

Bericht von  der Jahreshauptversammlung

Mit den historischen Lyren voran ....
Liedertafel "Concordia" übergibt Vereinsinsignien


In Verbindung mit der diesjährigen Mitglieder-
versammlung des Geschichtsvereins übergaben kürzlich Repräsentanten der Liedertafel "Concordia" neben dem Archivmaterial auch ihre Vereins-insignien - Lyren , die bei Liedvorträgen den Abteilungen neben der historischen Vereinsfahne vorangetragen wurden. Die Lyra galt im antiken Griechenland als Erfindung des Hermes, der sie seinem Götter-
bruder Apollon übergab.  Dieses Symbol wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. geschaffen. Im Hellenismus war sie ein Symbol der Dichter und Denker, woraus sich der Begriff " lyrik" ableitet.

Neben den  Lyren  übgaben die Sangesbrüder der im Jahre 1857 in Nörten gegründeten Vereinigung auch vielseitiges Archivmaterial.

Nach der  Vereinschronik wurde am 27. Februar 1857 im damaligen Gast-
haus "Hardenberger Krug" ( am nördlichen Ortsausgang von Nörten )
diese Sängervereinigung ins Leben gerufen. Inhaber war der Gastwirt Schmid. Für den Männergesangverein sollten Mitglieder aus Nörten und Umgebung gefunden werden.  Namentlich sind als Gründer überliefert: Der Cand.d.Theologie Großkurth ( Leiter einer Privatschule) , der Kaufmann Kiel, der Bahnhofsvorsteher Inkes und Wilhelm Kellner. Schulleiter Groß-
kurth übernahm die Aufgaben des Chorleiters und Dirigenten. Da sich der Verein aus Männern aller Schichten und Konfessionen bildete, wurde als Vereinsname "Concordia" gewählt.

Unser Foto zeigt - in der Mitte - Gerhard Jungheim, Vorsitzender des Geschichtsvereins und die Repräsentanten der "Concordia, links, Ernst Kasten - rechts, Wolfgang Nieland.  Foto: Roth/n.h.

 

 

(Geschichts-)Heimathaus geöffnet
Nörten-Hardenberg Jeweils am 1. Sonntag des Monats ist das Heimathaus des Geschichtsvereins Nörten-Hardenbverg ( Lange Straße 38) für alle Interessierten von 15 bis 17 Uhr geöffnet.  

Meteoriten 1580 über Nörten ?

Nörten-Hardenberg  " Denselbigen Tag ( 27.Mai 1580)  ungefehr umb 2.uhr ( 14 Uhr ) nach Mittage / ist ein erschröcklich Wetter im Flecken Nörten / zwischen Göttingen und Northeim gelegen / gewesen / darauß drey grosse Wetter worden / hat grosse Steine / als die Feuste und Hünereyer geworffen / an Häusern / Früchten deß Feldes / Vich und sonsten grossen mercklischen Schaden gethan / hat in etlichen umbligende Dörffern die Ofen in Stuben und Fenster zerschlagen /Deßgleichen auch auff dem Schlos Hardenberg / und sind auff denselbigen Steinen ( welcher die Leute viele auffgehoben / und noch heutiges Tages zeigen können ( Menschen Angesichte gewesen /  mit dicken Krollen umb den Hals / etliche wie Türcken Köpffe mit Türckischen Bünden odeer Hüten gesehen. Dieser Steinhagel hat die Winterfrüchte vor Walbrichshausen und Lutkenroda ganz und gar verderbet / daß die Leute dieselbige alle umbpflügen müsssen: Dem Viche / Kühen / Schaffen / Gensen / hat es das Eyngeweide auß dem Leibe geschlagen : und sind solche Steine /wunders halben an andere frömbde Örter geholet und verschickt worden / in massen der Druck davon außgangen / unnd durch Er Joachim Kettler Pfarherrn zu Wenedey Göttingen erkleret und außweiset.
In einer  Chronik  von 1580 - finden sich diese detaillierten Folgen des Meteoriteneinschlags im Raum Nörten.
Niedergeschrieben hat dieses Naturereignis der damalige Pfarrer Joachim Kettler im nahegelegenen Weende.


Auf Vermittlung von Rudolf Auth, Treysa bei Fulda , Autor  der  36 seitigen Broschüre " Der Nörtener Steinhagel von 1580 , ein kosmisches Inferno " konnte der Geschichtsverein Nörten-Hardenberg den Geowissenschftler Dr. Alexander Gehler von der Universität Göttingen für  einem Vortrag über Meteoritenfälle  in Niedersachsen, unter Berücksichtigung der  damaligen Ereignisse  im Raum Nörten, gewinnen.


Das Vorstandsmitglied  des Geschichtsvereins ,Bilian Proffen, konnte zu Beginn des Abends im historischen Ratskeller in Nörten-Hardenberg Mitglieder und Gäste des Vereins  begrüßen. In  einem kurzen Überblick  ging der Geowissenschaftler auf die Ursachen des plötzlichen Eindringens von  kosmischen Stücken in die Erdkugel ein.  Meteoriten sind  kosmische Kleinkörper (Bruchstücke ) aus dem Asteroidengürtel, ( Kometen, Sternschnuppen) die auf ihrem Weg durch den Weltraum in die Anziehungskraft  der Erde geraten. Dabei können auch  Teile vom Mars dabei sein. Sie bestehen aus  Eis , metallischem Eisen oder sind steinhaltig. Bis vor etwa 200 Jahren waren Meteoriden - Meteoriten werden  diese erst nach Einschlag auf die Erde - u.a."Botschaften" der Götter. Fundorte wurden Heiligtümer. Erst ab dem 19. Jahrhundert sind  Meteoriten weltweit Forschungsobjekte.
Diese Bruchstücke aus dem Weltraum  können einen Durchmesser von 10 km ( wie vor 65 Mill. Jahren in Mexiko) haben. Mit  1 km Durchmesser verursachte vor 15 Mill. Jahren im Raum Stuttgart ( Nördlinger Ries)  ein Meteorit auf der Erde einen Einschlag in die Erdkruste von 30 km Durchmesser. Dabei wurde dort auch  die Tier- und Pflanzenwelt zerstörerisch getroffen. Auf diese Weise  sind seinerzeit auch die Dinosaurier  ausgestorben.  Wie Dr. Gehler erläuterte sind heute  aus Niedersachsen über  10 Meteoriteneinschläge  genau bekannt,  dabei  wurden aber 6 nur direkt beobachtet . So z.B.  im Emsland - (1940 - 15 kg Gewicht) über  Oldenburg ( 1944 - 17,5 kg)  und Hannover (41 kg) bis in unsere Gegend. Nicht immer konnten Teile gefunden werden. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 23. April 2013 im Raum Braunschweig.  Teile von Meteoriten zu finden ist selten. Unmöglich, wenn Sie aus Eis oder Steinstücken bestanden. Nach 100  bis 200 Jahren im Erdboden sind diese Stcke schließlich zerfallen.
Im Jahr 1580  (am 27. Mai um ca. 14 Uhr ) ging vom Eichfeld her im Nörtener Raum ein  "Steinhagel" nieder, der wie in der Chronik von Pfarrer Kettler  beschrieben , das Leben  und  die Umwelt der Menschen und Tiere, deren  Häuser, Äcker und Stallungen zerstörte. Ähnliches hat  sich  am 16. Februar 2013 in  Russland  (Tscheljabinsk)  zugetragen.
Hans-Hermann Hüter  berichtete in der Versammlung von Bemühungen in seiner Schulzeit ( vor ca 70 Jahren) mit Lehrer Osseforth  Meteoritenstücke zu finden. Auch der verstorbene Heimatforscher  Hermann Duensing war vor Jahrzehnten um Fundstücke bemüht und schrieb darüber Berichte. Die Broschüre von Rudolf Auth ist beim Geschichtsverein jeweils am 1. Sonntag des Monats im Heimathaus von 15 bis17 Uhr käuflich zu erwerben. Weiter  ist am Sonntag, 21. Mai , in der Zeit von 10 bis 17 Uhr  das Geowissenschaftliche  Institut  in Göttingen, Goldschmidtstr. 1-5,  im Rahmen  eines Museumstages für Interessenten bei freiem Eintritt geöffnet. Dort werden auch Erläuterungen gegeben.

 

(Rudolf Roth)

Steinhagel 1580 wird angezeigt.

Hier ein Video vom Schüttenhoff 1974. Vielen Dank dafür  an Rudolf Roth und Bernd Dietrich:

Der Nörtener Steinhagel von 1580 von Rudolf Auth
Den ausführlichen Bericht von Herrn Auth können Sie hier downloaden und lesen.
Vielen Dank dafür an Herrn Auth.
Der Nörtener Steinhagel von 1580..docx
.docx Datei [53.7 KB]

Der Umbau unseres Heimathauses ist weitestgehend abgeschlossen. Wir freuen uns, ab Sonntag, den 1. März 2015 unser Haus jeweils am 1. Sonntag im Monat in der Zeit von 15.00 bis 17.00 zu öffnen.

 

 

Neu sind jetzt historische Zeitungsartikel über und aus Nörten-Hardenberg. Wählen Sie dazu "historische Zeitungsartikel" aus der Menüauswahl auf der linken Seite.

Kostbarkeiten aus dem Heimathaus:

An dieser Stelle stellen wir regelmäßig "Kostbarkeiten" aus unserem Heimathaus vor. Besuchen Sie uns doch einmal, um diese Exponate im Original anzuschauen.

Karte des Nörtener Waldes von 1902
Heimatfreunde aus Südnierdesachsen besuchen Nörten-Hardenberg
Einen ausführlichen Bericht über den Besuch der "Südniedersächsischen Heimatforscher" mit einigen Bilden können Sie lesen, wenn Sie das Word-Symbol anklicken.
Heimatforscher 2014_06_27.doc
Microsoft Word-Dokument [10.0 MB]

Hier finden Sie uns:

Geschichtsverein Nörten-Hardenberg
Lange Str. 38
37176 Nörten-Hardenberg
 

E-Mail: parensen@outlook.de

 

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